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Schlauchanschlußventile / Strahlrohre - Abweichungen von gültigen Normen

 


1.) Schlauchanschlußventil 2" inkl. Verschraubung und Anschlußschlauch
In der aktuellen DIN 14461, Teil 3 ist u.a. unter Punkt 3.1, Tabelle 3 in einer Stückliste definiert, wie ein Schlauchanschlußventil zusammengesetzt sein mußund welche Anforderungen an diese Bauteile gerichtet sind. Für ein 2"-Anschlußventil wird eine Festkupplung nach DIN 14307-C bzw. DIN 86204-C gefordert. Hieraus ergibt sich damit in der Folge die Forderung, daß die Festkupplung am Schlauchanschlußventil aus Messing zu sein hat!

In vielen Bestandsobjekten sind die Festkupplungen an den Schlauchanschlußventilen noch aus Leichtmetall, wodurch auf Grund von möglicher Kontaktkorrosion wieder das Thema "Trinkwasserverunreinigung" zum tragen kommen kann (siehe hierzu auch Punkt "Trinwassernorm" DIN 1988 weiter vor).

SchlauchanschlußkupplungSchlauchanschlußventil


2.) Strahlrohr
In der aktuellen DIN EN 671, Teil 1 wird u.a. das Strahlrohr für einen Wandhydranten definiert. Hier werden u.a. auch Anforderungen an Drehmoment für die Bedienung und Sprühwinkel für das Aussprühen definiert. Nach Rückfrage bei unseren Partnerunternehmen erreichen die bisher vielfach eingesetzten D-Strahlrohre diese Werte nicht mehr.. Aus diesem Grund wurde das sog. Eurostrahlrohr gebaut, das diese Vorgaben wieder erreicht. Bei den bisher verwendeten D-Strahlrohren bestehen für den Benutzer konkrete Gefährdungen in Form von möglichen Quetschungen bzw. nicht ausreichender Abschirmung gegen das Feuer im Brandfall. Für den Betreiber solcher nicht mehr den aktuellen DIN-Normen entsprechenden Anlagen ergeben sich dann wiederum entsprechende Haftungsrisiken.

Häufig werden wir von unseren Kunden im Zusammenhang mit den o.g. Ausführungen mit der Frage des Bestandsschutzes konfrontiert. Hierzu möchten wir an dieser Stelle anmerken, daß nach unseren Informationen ein rechtlicher Anspruch auf Bestandsschutz insbesondere in Fragen des Brandschutzes nicht gegeben ist. Auf der anderen Seite ist die Umsetzung von DIN-Forderungen bzw. -vorgaben auch immer eine Frage der Gefährdungsanalyse und -beurteilung für die der Anlagenbetreiber verantwortlich ist. U.U. läßt sich auch in Abstimmung mit den zuständigen Behörden hier eine Übereinkunft erzielen.

Wir möchten an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, daß unsere Argumentationen bzw. Ausführungen unserem derzeitgen Kenntnisstand aus Aus- und Fortbildung bzw. Informationen unserer Hersteller und Partner heraus entsprechen. Eine ausführliche, detaillierte und rechtliche Prüfung konnten wir nicht durchführen, so daß gegebenenfalls auch abweichende Auslegungen der Sachlage durchaus möglich sind.